Die neuseeländische Inselgruppe – vor einem knappen Jahrtausend von glücklichen Seefahrern namens Maori besetzt – hat sich wohl noch nicht an die Anwesenheit der Menschen gewöhnt. Überall, wo man hinsieht, auf den schneebedeckten Gipfeln (im Juli ein Paradies für SnowboarderInnen), in den vulkanischen Ebenen und den prähistorischen Wäldern erinnert das Land an eine Zeit, als der Mensch sich die Natur noch nicht untertan gemacht hatte.
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Wer jedoch keine Angst davor hatte, in dieses Universum einzutauchen, wurde von dieser einzigartigen Landschaft sofort in ihren Bann gezogen. Ein spätes Erscheinen auf den Landkarten, eine exzentrische Haltung gegenüber dem englischen Reich: Neuseeland war geradezu prädestiniert dafür, all jene aufzunehmen, die der damaligen Welt entfliehen wollten. Die Kolonialisten versprachen sich dort ein paradiesisches Leben – jedoch dachte man damals vermutlich noch nicht unbedingt an Wassersport, Rugby und Grillabende. Im Kontrast zu seiner üppigen, unberührten Landschaft steht die schon seit jeher fortschrittliche Lebenseinstellung der NeuseeländerInnen: So wurden z.B. für damalige Verhältnisse geradezu avantgardistische Sozialgesetze erlassen, man denke nur an das Frauenwahlrecht, das bereits im Jahre 1893 eingeführt wurde. Dies zeugt eindeutig davon, dass die BewohnerInnen Neuseelands sich keineswegs von der Aussenwelt abkapseln. Ganz im Gegenteil: Fremde werden hier mit Stolz empfangen und bilden das Bindeglied zum Rest der Welt.
Im angenehm warmen Klima und im Meer der Segelboote von Auckland kann kein Gefühl von Einsamkeit aufkommen. Eine Hafenstadt, wo Kontakte im Rhythmus der Schiffsabfahrten geknüpft werden. Eine junge Stadt, in der die Bewohnern durch die Berichte der Reisenden vom Fernweh gepackt werden. Drehscheibe ganz Polynesiens. Es besteht kein Zweifel, dass nicht nur die vielfältige Flora und Fauna Neuseelands Ihren Aufenthalt unvergesslich machen werden, sondern auch der Charme der einheimischen Bevölkerung, die sie mit offenen Armen empfangen wird.
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